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Archive for August, 2013

Colocation Angebote: Low-Power für Low-Budget

August 29th, 2013 Comments off

Die Qual der Wahl?

Die Auswahl an Colocation Angeboten in Deutschland ist ziemlich groß. Aber wenn es darum geht, dass eine Privatperson relativ kostengünstig einen Server irgendwo unterstellen will, schrumpft die Anzahl der infrage kommenden Anbieter sehr schnell. Am Ende meiner eigenen Recherche blieb nur noch eine handvoll Anbieter übrig. Vielleicht ist diese Liste auch für andere nützlich.

Wo der Schuh drückt

Schwierig wird die Auswahl des richtigen Anbieters vor allem deshalb, weil es in diesem Preissegment kein optimales Angebot gibt. Es müssen immer gewisse Kompromisse eingegangen werden. Für mich spielten folgende Überlegungen eine wichtige Rolle:

  • 19″-Bauweise ist vergleichsweise teuer; bei nur 1 HE Stellplatz ist die Erweiterbarkeit sehr eingeschränkt
  • Tower-Gehäuse dürfen zum Teil nur sehr klein sein; dadurch Einschränkungen bei der Erweiterbarkeit
  • hoher Stromverbrauch ist ein K.O.-Kriterium im Low-Budget Bereich; Strom-Upgrades sind teuer
  • Standort des Rechenzentrums: Wie schnell kann ich auf einen Ausfall reagieren?
  • Zugang zum eigenen Server: Was passiert bei einem Defekt? Was kostet Remote-Support?

Anbieter im Vergleich

Von mir kann kein Anbieter uneingeschränkt empfohlen werden. Das liegt nicht daran, dass das Angebot schlecht wäre, sondern dass die Anforderungen bei jedem privaten Projekt etwas unterschiedlich sein werden. In der Übersicht habe ich deshalb lediglich die Punkte farblich hervorgehoben, die auffallend positiv oder im Anbietervergleich eher negativ waren.

  United Colo GmbH Contabo GmbH Hetzner Online AG LimTec GmbH
Produkt NGZ Colocation Colocation 1HE Colocation 1HE Colocation Entry
Standort Coburg München Nürnberg Unterschleißheim
Bauweise Tower oder 19″ Tower oder 19″ 19″ Tower oder 19″
Stellplatz 2 HE oder 42Hx20Bx50T 1 HE oder 41Hx19Bx45T 1 HE 1 HE oder Miditower
 Upgrade: +1 HE (5,- €) +1 HE (29,99)
(inkl. 100 W)
+1 HE (5,95 €) +1 HE (10,- €)
Strom 125 W 100 W 50 W 120 W
 Upgrade: 325 W (40,- €) +100 W (29,99 €) +100 W (35,70 €) +180 W (15,- €)
Anbindung 100 Mbit/s 100 Mbit/s 100 Mbit/s 100 Mbit/s
Traffic Flat Flat 10 TB 60 GB
 Upgrade:  –
+1 TB (1,99 €) +60 GB (20,- €)
IPs /29 (5 nutzbar) 1 1 1
 Upgrade: /28 (13 nutzbar) (4,95 €) +1 IP (2,- €) /29 (6 nutzbar) (8,- €) +1 IP (2,- €)
Support 8-22 Uhr, Telefon/E-Mail 7×24, Telefon/E-Mail 5×8, E-Mail 5×8, Telefon/E-Mail
Reboot Webinterface Webinterface über Support über Support
Rescue via PXE via PXE via PXE nein
KVM-over-IP Setup 99,- €
0,00 € mntl.
Setup 0,00 €
29,99 € mntl.
Setup 149,-
19,- € mntl.
auf Anfrage
Vor-Ort-Zugang auf Anfrage kostenpflichtig nein auf Anfrage
Laufzeit 1 Monat 12 Monate 1 Monat 1 Monat
Preis 39,- € 39,98 € 39,- € 39,- €
Setupgebühr 19,- € 39,98 € 59,- € 49,- €

Auf den ersten Blick erscheinen die Angebote sehr ähnlich, besonders wenn es um den monatlichen Grundpreis geht. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch auf: Die wirklichen Low-Budget Anbieter sind eigentlich nur United Colo und Contabo. Bei Hetzner wird es schnell deutlich teurer, weil zu wenig Strom enthalten ist. Und bei LimTec wird der hohe Preis für Traffic schnell zu einem Problem. Trotzdem bieten auch diese Anbieter Vorteile, die bei bestimmten Projekten entscheidend sein können.

Details klären

Wenn ein spezielles Feature fehlt oder die Informationen auf der Website des Anbieters nicht alle Fragen hinreichend beantworten, dann lohnt es sich, mit dem Anbieter Kontakt aufzunehmen. Die Antworten des Supports waren bei allen Anfragen vorbildlich und zum Teil erstaunlich positiv.

Problem mit 3ware 9650SE und UEFI BIOS

August 19th, 2013 2 comments

Der etwas betagte 3ware 9650SE-4LPML RAID-Controller wurde auch nach der Übernahme durch LSI weiter gut gepflegt. Die letzte Firmware wurde im Dezember 2012 veröffentlicht. Also bin ich davon ausgegangen, dass der Controller trotz seines Alters noch ganz gut in moderner Hardware funktioniert.

Ich habe versucht, den Controller in einem Asrock H77 PRO4-M Mainboard auf Basis des Intel H77 Chipsatzes und mit einem UEFI BIOS in Betrieb zu nehmen. Erstes Ergebnis: Der Controller wird weder als Boot-Device erkannt noch ist das Controller-BIOS zugänglich. Nicht gut.

Die Hoffnung, diese Kombination noch in einen lauffähigen Zustand zu bringen, war äußerst gering. Trotzdem habe ich das BIOS des Mainboards von Version 1.4 auf 2.0 aktualisiert (was sowieso auf der Liste stand). Und schon beim ersten Boot war das Controller-BIOS zu sehen. Dann noch der Blick in die BIOS-Einstellungen: Auch als Boot-Device kann der 3ware-Controller ausgewählt werden. Schnell ein Betriebssystem installiert und ein paar weitere Tests gemacht: Alles funktioniert! Glück gehabt!

Disable automatic NIC renaming on Fedora

August 18th, 2013 Comments off

On Fedora I had some trouble with the so-called “predictable network interface names” feature and a rather complex network configuration. Good to know: There is an easy way to disable this feature by removing a RPM package:

# rpm -qa biosdevname
biosdevname-0.4.1-4.fc19.x86_64

# rpm -ev biosdevname-0.4.1-4.fc19.x86_64
Preparing packages…
biosdevname-0.4.1-4.fc19.x86_64

Now reboot your server, re-configure networking and everything should be working in the right way. Of course, you have already disabled the terrible NetworkManager, don’t you?

Update: The above step only works for Fedora 17 or udev versions before 2.0. When running udev 2.0+ or Fedora 18+ you need an additional step:

touch /etc/udev/rules.d/80-net-name-slot.rules

There is an article on the Debian Wiki describing this and other “improvements” in udev 2.0.

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